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Plugin der Woche 41: Native gettext diagnosis

Die laufende Übersetzung ins Deutsche kostet vor allem Zeit

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Google die Ladegeschwindigkeit einer Website nicht egal ist. Ganz im Gegenteil. Je schneller desto  besser das Erlebnis für den User, und genau das ist es, was Google möchte.

Je schneller desto besser hat natürlich auch Auswirkungen auf das Ranking in Google. Mit welchem Gewicht dieses Geschwindigkeitskriterium in den Google A einfliesst, weiss ich nicht. Ist eigentlich auch egal, denn man sollte schon wegen der eigenen Leser ständig versuchen, die Geschwindigkeit der eigenen Website zu verbessern.

Leider ist WordPress in Sachen Geschwindigkeit nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

Hätten Sie gedacht, dass die Eindeutschung von WordPress gegenüber der englischen Originalversion einen Geschwindigkeitsnachteil von rund 40 Prozent mit sich zieht?

Zumindest berichtet das der österreichische Programmierer Robert Wetzlmayr in seinem Blog unter dem Titel „Warum die deutsche Sprachdatei WordPress um 44 Prozent langsamer macht„.

In diesen Zusammenhang gehört auch der Artikel „So wird das deutsche WordPress ab Version 3.4 gravierend schneller“, der sich mit der Problematik des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins der sogenannten gettext-Bibliothek beschäftigt.

Wetzlmayr bietet auch gleich ein Plugin an, mit dem man sehr bequem testen kann, ob der eigene Webhoster bzw. dessen Webserver diese gettext-Bibliothek bereits im Betriebssystem des Servers bereitstellt oder nicht.

Ich höre schon die Plugin-Genervten rufen „Nein, nicht schon wieder ein Plugin, dass kann man doch auch so machen„.

Bitte liebe Plugin-Verweigerer, denken Sie auch an die WP-User, die Ihre Fähigkeiten nicht haben und trotzdem ein möglichst optimales WordPress nutzen wollen.

Das Plugin von Wetzlmayr ist blitzschnell installiert und zeigt dann einen Eintrag unter „Werkzeuge“ in der bekannten linken Menueleiste.

Nachdem Sie auf „Gettext-Diagnose“ geklickt haben, sollte das Ergebnis idealerweise auch bei Ihnen lauten „WordPress kann das locale setzen“ – „Ja“. Ist das nicht der Fall, empfiehlt Wetzlmayr die Nachfrage beim Webhoster und gegebenenfalls  sogar einen Wechsel desselben.

Zum Abschluss noch ein kleines Experiment. Ich habe mic h gefragt, was passiert eigentlich, wenn ich in der Datei wp-config.php den Befehl für das Laden der deutschen Sprachdateien einfach deaktiviere?

Es passiert folgendes:

1. Das Backend, also alles was der Admin sieht, ist nun in englisch. Stört mich nicht, komme ich genau so gut mit zurecht.

2. Das Frontend, also alles, was der Besucher sieht, ist nun teilweise in englisch, aber so simpel, dass eigentlich jeder damit klar kommen sollte.

Vorläufiges Fazit: Ich behalte die Deaktivierung der deutschen Sprachdatei erstmal bei und werde eventuell die englischen Begriffe im Frontend, z.B. „older posts“, oder „Comments“, manuell, also im Theme selbst, ins deutsche übersetzen.

Was ist Ihre Meinung zu dem Thema?

Relevante Links zu diesem Beitrag in der Übersicht:

Warum die deutsche Sprachdatei WordPress um 44 Prozent langsamer macht

So wird das deutsche WordPress ab Version 3.4 gravierend schneller

Download des vorgestellten Plugins

Homepage von Robert Wetzlmayr (typische Homepage für einen Coder, finde ich)

 

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