SCHOCK - Piraten haben PC gekapert

SCHOCK – PC gekapert, kein Zugriff mehr möglich!

Das passiert tausende Mal täglich!

PC gekapert, PanikACHTUNG: Zu Ihrem eigenen Schutz: Lesen Sie diesen Artikel aufmerksam und nehmen Sie ihn ernst. Schon morgen kann es nämlich Ihnen passieren, dass …

… stellen Sie sich einmal bildhaft folgendes Szenario vor. Sie schalten morgens wie gewohnt ihren PC ein, trinken einen Schluck Kaffee und warten darauf das Windows hochfährt. Das dauert in der Regel ein wenig.

Doch statt des gewohnten Windows Bildschirms sehen sie auf einmal eine Meldung, die zusammengefasst in etwa wie folgt lautet:

Ihr Computer wurde gesperrt! Es ist keinerlei Zugriff mehr auf ihre Dateien möglich. Gegen Zahlung einer einmaligen Summe von 300 $ erhalten Sie einen Freischaltcode und können wie gewohnt weiterarbeiten.

Als Absender dieser Meldung wird häufig das BKA oder eine andere staatliche Behörde genannt. Gerne auch das FBI oder die CIA, dann in englischer Sprache.

Sie versuchen auf Ihrem PC zuzugreifen, aber nichts ist mehr möglich. Erste Panik macht sich breit. Sie schalten den Rechner aus und warten auf den Neustart. Doch die Schreckensmeldung erscheint erneut. Ihre Panik steigert sich!

Was ist hier geschehen?

Sie haben sich irgendwo im Internet eine Infektion mit einer speziellen Schadsoftware eingefangen. Derartige Schadsoftware wird auch als Ransomware bezeichnet, abgeleitet von dem englischen Wort ransom = Lösegeld. Das kann schon durch das bloße Aufrufen einer bösartigen Website geschehen.

Sie werden also tatsächlich aufgefordert, ein Lösegeld zu bezahlen, um ihren PC wieder benutzen zu können. Dieses Szenario ist bei weitem kein Einzelfall. Tatsächlich befinden sich täglich Tausende User weltweit in einer ähnlichen Situation. Diese Ransomware verbreitet sich weltweit extrem schnell und wird im Prinzip für jeden zu einer Bedrohung, der mit dem Internet verbunden ist.

Natürlich würde keine staatliche Behörde jemals auf den Gedanken kommen, sie als PC-User so zu drangsalieren, selbst wenn ein wie auch immer gearteter Verdacht gegen sie vorliegen würde, zum Beispiel Verbreitung von Raubkopien oder Kinderpornographie oder Verletzung von Schutzrechten.

Neu ist dieses Geschäftsmodell nicht, aber es funktioniert immer noch hervorragend. Kriminelle Organisationen machen damit Umsätze in Millionenhöhe.

Der Softwarehersteller Emsisoft berichtet auf der Seite http://tinyurl.com/bb7va76 ausführlich über diese Art der Bedrohung. Natürlich werden jetzt viele sagen, na klar ein Hersteller von Antivirensoftware malt natürlich gerne solche Schreckensbilder an die Wand um letzten Endes den eigenen Umsatz zu steigern.

Selbst wenn diese Vermutung zutreffen würde, so lässt sich doch mit Sicherheit nicht wegdiskutieren, dass täglich Tausende von PCs durch Viren und andere Schadsoftware infiziert werden.

Die richtige Reaktion muss also lauten, wie kann ich mich möglichst effizient schützen.

Schutzmaßnahmen ergreifen

Der meines Erachtens beste Schutz bestünde darin, mit zwei Rechnern zu arbeiten. Nur einer der beiden Rechner hat Zugang zum Internet, ist nicht mit dem anderen PC vernetzt und es befinden sich auch keine wichtigen Daten auf diesem Rechner. Der andere PC wird für die normale Arbeit verwendet.

Diese Schutzmaßnahme scheitert jedoch in der täglichen Praxis. Es fängt schon damit an, dass Windows und fast alle Softwareprogramme heutzutage Updates über das Internet herunter laden. Besteht keine Internetverbindung, ist so ohne weiteres auch kein Update möglich. Das gleiche gilt für kleine Tools und Zusatzprogramme, die man mal eben schnell runterladen und installieren möchte.

Da die beiden Rechner nicht vernetzt sind, ist auch so ohne weiteres kein Austausch von Daten möglich. Recherchiert man zum Beispiel auf dem Internetrechner ein gewisses Thema, so müsste man die Rechercheergebnisse in einer Datei speichern und diese manuell per USB Stick auf den Arbeitsrechner übertragen und dort erst einmal auf Viren überprüfen lassen. Durchaus möglich, aber in der Praxis doch sehr umständlich.

Die Schutzmaßnahme die wirklich praxistauglich ist, besteht darin, alle verwendeten Programme immer aktuell zu halten, d.h. alle vom Hersteller angebotenen Updates auch durchzuführen. Und insbesondere bei Servern sichere Passwörter zu verwenden. Darüber hinaus sollte man eine Antivirus Software mit Echtzeitschutz verwenden.

Als weitere vorbeugende Maßnahme sollte man unbekannte Websites möglichst mit ausgeschaltetem JavaScript ansteuern. Für den Firefox Browser gibt es ein sehr sinnvolles Addon namens NoScript. Dieses erlaubt es dem User Javascript grundsätzlich zu deaktivieren und nur bei sicheren Websites manuell zu aktivieren. Das hört sich schwieriger an als es ist. Ich kann ihn aber versichern, dass es in der Praxis sehr einfach umzusetzen ist.

Da weltweit mehr als 90 % aller PCs unter Windows laufen, ist es logisch, dass sich Entwickler von Schadsoftware in erster Linie auf dieses Betriebssystem einschießen. Eine recht effiziente Schutzmaßnahme bestünde meines Erachtens daher auch darin, die Windows-Welt komplett zu verlassen und nur noch mit Apple Produkten zu arbeiten. Zugegebenermaßen eine zunächst recht kostspielige Lösung, die sich aber auf Dauer sicherlich bezahlt macht.

Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Damit sie im schlimmsten Falle kein Lösegeld für ihren eigenen PC zahlen müssen, kann ich Ihnen nur empfehlen, dieses Thema ernst zu nehmen und sich aktiv damit auseinander zusetzen.

Sind Sie schon einmal Opfer von Viren, Malware oder ähnlicher Schadsoftware geworden, oder ist Ihr PC vielleicht sogar schon mal gekapert worden? Berichten Sie hier darüber in Form eines Kommentares zu diesem Artikel.

Gerne können Sie auch über Ihre Erfahrungen mit Anti-Viren-Software berichten. Halten die Programme, was sie versprechen? Posten Sie Ihre Meinung, ich bin gespannt darauf.

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