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Was Sie von Burger King, Lidl, AMD und Puma lernen können

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Es muss nicht immer Platz 1 sein

Viele Existenzgründer haben eine gute Idee und stellen dann häufig fest, das es schon jemanden gibt in dieser Branche, oder sogar mehrere. Oftmals heißt es dann, “wir sind auf dem falschen Dampfer, es gibt schon jemanden in dieser Sparte”, und die gute Idee wird über Bord geworfen.

Das ist meiner Meinung nach ein Fehler. Denn in fast jeder Branche ist Platz für eine Nr. 2 hinter dem Platzhirsch. Das lehren uns die Erfolgsgeschichten ganz großer Konzerne, wie zum Beispiel:

  • Burger KIng – Platz 2 hinter MC’Donalds
  • Lidl – Platz 2 hinter Aldi
  • Pepsi – Platz 2 hinter Coca Cola
  • Puma – Platz 2 hinter Adidas (aktuell vielleicht nicht mehr korrekt)

Diese kleine Liste ließe sich sicherlich noch erheblich erweitern.

Was lernen wir daraus?

Ganz einfach: Nahezu in jeder Branche und in jedem Markt ist noch ausreichend Platz genug für eine Nummer 2 hinter dem Marktführer. Sicherlich bringt die Marktführerschaft immer einige erhebliche Vorteile mit sich, aber die Mitbewerber auf Platz 2 leben auch nicht ganz schlecht.

umsatzzahlen_burgerking_mcdonalds

Obwohl die Marktführer das drei- bis vierfache an Umsatz machen, haben sich die Mitbewerber auf Platz 2 doch eine große Scheibe vom Gesamtkuchen abgeschnitten, wie hier die Beispiele von Adidas/Puma sowie McDonalds/Burger King zeigen.

Und es gibt noch ein Phänomen beim Vergleich der Nr. 1 und der Nr. 2

  • Sind die Burger bei Burger KIng etwa erheblich billiger als die bei Mc’Donalds, nur weil Burger King nicht die Nr. 1 ist? Nein!
  • Sind die Lebensmittel bei Lidl erheblich billiger, nur weil Lidl nicht die Nr.1 ist? Nein!
  • Ist die braune Brause von Pepsi wesentlich billiger als die des Marktführers? Nein!
  • Das gleiche stellen wir auch beim Vergleich von Puma und Adidas fest.

Interessanterweise scheinen sich die Preise, die am Markt durchsetzbar sind, also am Marktführer zu orientieren und die Kunden sind ganz offensichtlich bereit, auch bei der Nr.2 in etwa die gleichen Preise zu bezahlen wie beim Marktführer.

Die Existenz eines Markführers beweist doch letzten Endes nur eines:

Das jeweilige Businessmodell funktioniert.

Und da es funktioniert, wird es auch für die Nr. 2 funktionieren.

Die Nr. 2 hat sogar erhebliche Vorteile, denn sie kann das bereits funktionierende Geschäftsmodell kopieren und sich dann die Frage stellen, “was macht die Nr. 1 falsch, was können wir besser machen als die Nr. 2?

Die Nr. 1 hat niemanden mehr über sich, an dem man sich orientieren könnte und ist immer der Gejagte. Die Jäger auf Platz 2 und ff. lauern auf jeden Fehler der Nr. 1 und können sich am großen Vorbild orientieren.

Wenn Sie trotzdem der Meinung sind, unbedingt die Nr. 1 zu werden und zu bleiben, dann gibt es für Sie eine Strategie, die man übertiteln könnte mit dem Satz “Machen Sie sich einzigartig”. So einzigartig, dass Sie nicht mehr oder nur sehr schwer vergleichbar sind.

Lesen Sie dazu meinen Artikel “Die Reinhold Messner Strategie für Ihr Marketing”.