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Werden Sie für Ihre Kunden zum Wasserloch in der Wüste!

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Die Grundidee dieser „Wasserloch-Strategie“ beschreibt der Marketingexperte N. Schuster in seinem Buch „Die Inbound-Marketing-Methode“. Angenommen, Sie hätten den Auftrag, in Afrika Elefanten zu fotografieren. Was würden Sie tun?

AVariante A: Sie laufen durch die Savanne, bis Sie einen Elefanten entdecken und fotografieren ihn. Sie haben jetzt ein Bild. Danach beginnt die Suche erneut, denn Sie brauchen etliche Bilder. Also marschieren Sie wieder los, ohne zu wissen, ob Sie erneut einen Elefanten finden.

Variante A steht für das alte Marketing, wie wir es kennen. Die Kernaussage lautet: „wir müssen es schaffen, die Menschen zu finden, die Bedarf an unserem Produkt haben. Denen verkaufen wir das Produkt und suchen dann weiter. Um das zu erreichen, setzen wir klassische Marketingmaßnahmen ein, die den Empfänger in der Regel unterbrechen, bzw. stören.“

BVariante B: Sie bauen ein Wasserloch. Die Elefanten werden vom Duft des Wassers angelockt. Zunächst müssen Sie zwar Ihre Aktivitäten vollständig dem Wasserloch widmen und können nicht mehr nach Elefanten suchen. Aber wenn das Wasserloch fertig ist, werden Sie für Ihre Mühe belohnt. Nun sehen Sie Dutzende Elefanten, wie von Zauberhand, und können diese ganz gelassen fotografieren.

Variante B steht für ein neues Marketing. Die Kernaussage lautet: „wir müssen es schaffen, von Menschen gefunden zu werden, die eine Lösung für ihr Problem X suchen, denn unser Produkt löst dieses Problem.“ „Dafür müssen wir diese Menschen und Ihr Problem X genau verstehen und durch kostenlose Mehr-Wert-Informationen ein Vertrauensverhältnis zu Ihnen aufbauen„.

Klassische Verkaufsmethoden gehen ihrem Ende entgegen
Ursache ist die Sättigung der Märkte.

In der westlichen Wirtschaft kämpfen 75% aller Branchen mit Wachstumsrückgang oder Stagnation, so Prof. James Harrigan (Universität Virginia, USA).

Die Folge ist ein harter Verdrängungswettbewerb, den am Ende niemand gewinnen kann.

Aus Verkäufermärkten sind Käufermärkte geworden. Der Kunde bestimmt, wann und bei wem er kauft.

Aufgrund der Marktsättigung prasseln speziell im B2C-Bereich immer mehr Werbebotschaften auf die Menschen ein, welche damit zunehmend überfordert sind und als Reaktion darauf Werbung der klassischen Art und Weise vermeiden, wenn es geht.

Printwerbung kommt fast ausnahmslos direkt in den Papiercontainer, Werbespots im TV werden weg gezappt. Klassische Werbung wird immer ineffizienter.

Wenn Sie kein Großkonzern, kein DAX30-Mitglied, kein Global Player sind, die sich diese Werbung noch leisten können, müssen Sie aus der Abwärtsspirale aussteigen, solange es noch geht. Sie müssen einen Plan B haben.

Plan B

© Karin Henseler - Pixabay siehe Bildnachweise

Plan A nennt sich Outbound-Marketing und ist ein Dinosaurier, ein Auslaufmodell.

Das Aussterben der Dinosaurier

© Geralt - Pixabay siehe Bildnachweise

Plan B steht für Inbound-Marketing und ist nach Meinung vieler Experten die Zukunft.

Was bedeutet Inbound-Marketing?

Inbound-Marketing

© Tammy Duggan-Herd - Pixabay siehe Bildnachweise

Wie kann man auf Inbound Marketing umstellen?

Wenn Sie heute starten, werden Sie in einem Jahr, oder erst in zwei Jahren erste Erfolge verzeichnen. Sie können  nicht einfach die Plan-A-Maschine, die ja noch Geld einbringt, abschalten und die andere anschalten (Plan B). Sie müssen Ihr Marketing allmählich umstellen. Es sei denn, Sie haben ausreichend Reserven und können die alte Maschine sofort komplett abschalten.

Ein neues Denken ist der Schlüssel zum Erfolg

Bevor Sie starten, müssen Sie Ihre Denkweise überprüfen.

!Inbound Marketing fängt im Kopf an. Wenn in Ihrem Unternehmen der Kunde das Einzige ist, was den Betriebsfrieden noch stört, wird das nichts mit dem Inbound Marketing. Zukünftig müssen Sie Ihre Kunden und Interessenten lieben, müssen wie ein Freund sein, oder zumindest wie ein guter Kumpel. Sonst sind Sie nicht authentisch, eher unglaubwürdig. Die Menschen merken das verdammt schnell. Es muss ein echtes Umdenken stattfinden.

Neukonzeption der eigenen Website

Grafiken: Fotolia und mit freundlicher Genehmigung der Aufgesang Inbound Online Marketing GbR

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